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Das Chemtrailhandbuch von Jörg Lorenz, Vorwort: Jörg Kachelmann
Chemtrailhandbuch


Chemtrails: ein Fazit

Ballasttanks: Fake und Original

Chemtrail-Gläubige klauen Fotos mit nicht alltäglichen Motiven, reißen diese aus dem Zusammenhang und verbreiten sie mit den Märchen, dass dies Standard sei. Wie wir auf diesen Seiten sehen, haben diese Fotos jedoch rein gar nichts mit der Erzeugung der Streifen, die für „Chemtrails“ gehalten werden, zu tun. Also:

Fakt 1: Es gibt keine Fotos aus der Fliegerei als Indizien für vorsätzliche Ausbringungen zur Erzeugung der Streifen.

Es werden Proben in Bodennähe genommen, die Belege darstellen sollen. Was sieht man aber? Das, was natürlich vorkommt und verbreitet wird; das, was Menschen durch Industrie und Verkehr erzeugen und verteilen sowie das, was durch den Wind bzw. durch Luftmassenbewegungen von irgendwoher stammen kann. Aber Proben aus der Höhe, wo sich die Streifen befinden, wo also die Konzentration am höchsten sein müsste? Fehlanzeige, obwohl solche Probennahmen recht einfach und preiswert möglich wären. Also:

Fakt 2: Es gibt keine Proben, die irgendwelche Indizien für Sprühereien darstellen.

Die Phänomene am Himmel sind rein physikalisch erklärbar und natürlich, wobei der Bedeckungsgrad selbstverständlich durch das hohe Flugaufkommen begünstigt wird. Mit Ausnahme der reinen Kondensstreifen sind die Erscheinungen am Himmel auch schon lange dokumentiert - dies geschah bereits zu Zeiten, als an Flugzeuge und HAARP noch nicht mal zu denken war. Dass wir heute mehr Bilder und Videos von den Vorgängen am Himmel sehen, liegt schlicht daran, dass heute jeder über geeignete Aufzeichnungstechnik verfügt und die Verbreitung per Internet leicht möglich ist. Also:

Fakt 3: Es gibt keine Erscheinungen am Himmel, die nicht durch Wetter und hohes Flugaufkommen erklärbar sind.

Täglich atmen Millionen Menschen die Luft in der Höhe der Streifen ungefiltert, wo also die Konzentration von Ausbringungen am höchsten wäre. U. a. NASA, CARIBIC, Goethe-Universität Frankfurt und DLR führen immer wieder Messungen auch in Reisehöhe durch, oft sogar direkt in den Streifen.

Viele Privatpersonen starten aus Interesse Wetterballonprojekte und werden so unbewusst zu Probensammlern - sogar Lebensmittel, die am Himmel waren, werden gegessen.

Es gibt weder Erkrankungen noch sonstwas, die die Folge von den Inhalten der Streifen wären, die die Chemtrail-Gläubigen in sie hineindichten. Also:

Fakt 4: Am Himmel wird nichts gefunden, was ein Indiz für vorsätzliche Sprühereien wäre.

Vor allem die Planespotter, zu denen auch viele Beschäftigte der Luftfahrt gehören, fotografieren nicht nur die Flugzeuge, sondern beschäftigen sich intensivst mit den Vorgängen in der Aviatik. Sie beobachten am Flughafen, sehen sich aber ebenso die Flugzeuge, die Contrails verursachen, mit hoher Brennweite an. Auch Militärbasen werden sehr genau beobachtet. Im Unterschied zu den Chemtrail-Gläubigen wissen Planespotter natürlich, wo sie die Registrierungen („Kennzeichen“) der Flugzeuge finden und können viele Flugzeuge auf dieser Grundlage verfolgen. Selbst Bewegungen der Flugzeuge, die nicht im Flightradar ersichtlich sind (z. B. Privatjets), werden so beobachtet.

Nutzung moderner Aufnahme- und Beobachtungstechnik, Nutzung fachlicher Quellen im Internet und Kommunikation auf allen möglichen Plattformen machen die Luftfahrt heute transparenter, als sie es je war. Bei allem im Zusammenhang mit der Fliegerei muss man heute damit rechnen, beobachtet bzw. sogar belauscht zu werden. In den vielen Datenbanken der Planespotter im Internet findet man Millionen von Bildern aus der Fliegerei, auch sehr viele Nahaufnahmen. Aber auch dabei gibt es keine Hinweise dafür, dass irgendwas gesprüht würde. Also:

Fakt 5: Trotz genauester Beobachtung der Vorgänge in der Luftfahrt, die jedermann möglich ist, gibt es keine Indizien für irgendwelche Sprühereien.

Da es nun aber weder Indizien noch Belege für irgendwelche vorsätzliche Sprühereien gibt, die die Streifen am Himmel verursachen; da die Chemtrail-Gläubigen Fotos klauen und faken sowie Motive und Sachverhalte aus den Zusammenhängen reißen; da sie dies alles verbreiten, kann es also nur heißen:

Umweltschutz ja, Chemtrail-Lügen nein.

Fazit:
Es gibt keine Chemtrails im Sinne der Definitionen der Chemtrail-Gläubigen. Die Verschwörungstheoretiker lügen, faken, spekulieren und manipulieren - ohne jegliche Grundlage. Diejenigen, die nicht in der Lage sind, sich tatsächlich mit der Materie zu beschäftigen, glauben die Lügen der Chemtrail-Gläubigen.

Und da bereits die Grundlage fehlt, braucht man auch gar nicht erst zu überlegen: Was könnte, was hätte, was wäre wenn usw. Wenn es ein Verbrechen nicht gibt, muss man auch nicht nach Schuldigen suchen.

Beispiel Geo-Engineering/Solar Radiation Management:
Es gibt dafür weder Fotos noch Stoffe am Himmel noch Flugzeuge noch sonstwas, dafür aber Diskussionen und Dokumente über mögliche Methoden. Wie realistisch ist es, dass SRM bereits praktisch ausgeführt wird.

Sinnvoller als der Kampf gegen etwas, das nicht existiert, wäre, wirklich etwas für die Umwelt zu unternehmen, worauf u. a. auch der WWF aufmerksam machen wollte. Denn wenn mit Märchen von den Chemtrails von der tatsächlichen Belastung der Umwelt abgelenkt wird, kann es durchaus sein, dass irgendwann Ausbringungen als notwendig erachtet werden.

Ergänzung

Ein Jürgen Frankenberger unternimmt den Versuch, sich auf http://teleakademie-politik.blogspot.de mit diesem Artikel auseinanderzusetzen. Dort schreibt er:

Sie wollen einfach nicht begreifen, dass aus Flugzeugen Abgase kommen und diese nicht gesund sind. Irgend wann wird uns der Lorenz eine "Kondensstreifen-Kerosin-Heilkur" verkaufen.

Dazu zitiert er auch noch von dieser Seite:

Ja, Herr Frankenberger, was heißt wohl „tatsächliche Belastung der Umwelt“, wie es auf chemtrailbilder.de steht? Eben, dass auch die Abgase nicht gesund sind. Mit „Chemtrails“ haben die jedoch nichts zu tun, weil „Chemtrails“ im Sinne der Definitionen der Chemtrail-Gläubigen, und darauf wird in diesem Text extra verwiesen, nicht existieren.

Aber analytisches Denken kann man eben nicht voraussetzen - wäre es vorhanden, würden Personen wie Jürgen Frankenberger nicht an Chemtrails glauben.

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